ÖBB | Österreichische Bundesbahnen
Entscheidungsfähigkeit bei gewachsenen Systemen und mehrdeutigen Begrifflichkeiten


Entscheidungs- fähigkeit herstellen, bei gewachsenen Systemen und mehrdeutigen Begrifflichkeiten
ABOUTWie kann eine Organisation, wie die Österreichischen Bundesbahnen (=ÖBB), in Echtzeit steuern, wenn Daten mehrfach aus korrespondierenden Systemen kommen? Wer entscheidet, welche Daten „relevant“ sind? Und was passiert, wenn unterschiedliche Abteilungen dieselben Begriffe unterschiedlich verwenden – oder betreffende Informationen gleichzeitig die Basis für Abrechnung, Reporting und operative Entscheidungen sind?
ABOUTWie kann eine Organisation, wie die Österreichischen Bundesbahnen (=ÖBB), in Echtzeit steuern, wenn Daten mehrfach aus korrespondierenden Systemen kommen? Wer entscheidet, welche Daten „relevant“ sind? Und was passiert, wenn unterschiedliche Abteilungen dieselben Begriffe unterschiedlich verwenden – oder betreffende Informationen gleichzeitig die Basis für Abrechnung, Reporting und operative Entscheidungen sind?
Bei den ÖBB (=Österr. Bundesbahnen) trafen historisch gewachsene Systeme aufeinander, die Infrastruktur, Energieverbrauch und Zeiten im tägl. Betrieb erfassten. Dabei existierten viele parallele Anwendungen mit ähnlichen Funktionen, inklusive Abhängigkeiten, die nicht immer auf Anhieb sichtbar waren. Gleichzeitig fehlte eine einheitliche Interpretationsbasis, weil zentrale Begriffe je nach Rolle unterschiedlich definiert wurden – allein der Begriff „Personenbahnsteig“ kann für Technik, Reinigung oder Kunden der ÖBB unterschiedlich gedeutet werden.
Ziel war der Aufbau einer zentralen Datenplattform als Grundlage für zukünftige Unternehmensentscheidungen und verlässliche Echtzeit-Informationen. Ein wesentlicher Teil davon betraf auch die Energieabrechnung: Sie musste gegenüber anderen Verkehrsunternehmen, die ÖBB-Infrastruktur mitnutzen, transparent und nachvollziehbar gestaltet werden. Dafür mussten bestehende Datensätze aus unterschiedlichen Erfassungs-Quellen in eine Plattform überführt, Schnittstellen gemeinsam definiert und eine tragfähige IT-Architektur aufgebaut werden. Rund 80 Personen waren involviert, weshalb es neben der Technik vor allem darum ging, konzernweiten Konsens über Klassifizierungen und Zuständigkeiten herzustellen.
BI Services verantwortete als Teil des Projektteams den Entwurf des Systems, unterstützte beim Aufbau eines einheitlichen Datenkatalogs und bei der Harmonisierung der Begrifflichkeiten.
Das Projekt läuft seit über drei Jahren und ist langfristig angelegt – mit dem Ergebnis, aus parallelen Insellösungen eine gemeinsame Grundlage entstehen zu lassen: für Echtzeit-Transparenz im Betrieb, belastbare Entscheidungen im Management und eine saubere, nachvollziehbare Energieabrechnung. Damit kann die ÖBB (=Österr. Bundesbahnen) auf zukunftsweisende, technische Lösungen zurückgreifen, die ihre Partner und Kunden mit Informationen beliefern und sie selbst auf ein neues Level der Entscheidungsfähigkeit hieven.


